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Die Küchenmeile 2026

Wir waren für Sie auf der Küchenmeile unterwegs. Sieben Tage, eine Region, die gesamte Küchenbranche: Vom 19. bis 25. September 2026 öffneten die Mitgliedsunternehmen der KM Küchenmeile ihre Hausmessezentren und Showrooms in Ostwestfalen-Lippe. Rund 25.000 Fachbesucher aus Handel, Planung und Architektur nutzten die Messewoche, um Sortimente für die kommende Saison auszuwählen. Im Mittelpunkt standen minimalistische, moderne Designs sowie wohnliche Konzepte, ruhige Farbwelten mit warmen Naturtönen, matte und fein strukturierte Oberflächen, durchdachte Stauraumkonzepte sowie der moderne Wasserplatz mit Spülen, Armaturen und Trinkwassersystemen. Zahlreiche angeschlossene Küchenspezialisten waren als Fachbesucher vor Ort. Die dort getroffenen Entscheidungen werden in den kommenden Wochen in den Ausstellungen sichtbar.

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Die Messewoche 2026 im Überblick

Die KM Küchenmeile 2026 lief vom 19. bis 25. September über sieben Tage. Statt klassischer Messehallen öffneten die 25 Mitgliedsunternehmen der Marketinggemeinschaft ihre eigenen Hausmessezentren und Showrooms an den Standorten in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, vielfach direkt an den Entwicklungs- und Fertigungsstandorten. Dieses dezentrale Konzept gilt in Europa als einzigartig.

Die beteiligten Unternehmen erwirtschaften zusammen rund 85 Prozent des Umsatzes der deutschen Küchenmöbelindustrie. Etwa 45 Prozent der jährlich rund 25.000 Fachbesucher reisen aus dem Ausland an. Der nächste Termin steht bereits fest: vom 18. bis 24. September 2027.

Farben, Oberflächen und Materialien

Gestalterisch setzte sich die Linie der Vorjahre fort und wurde weiter verfeinert. An die Stelle starker Kontraste traten ruhige Farbwelten mit warmen Naturtönen und sorgfältig abgestimmten Materialkombinationen. Matte Oberflächen bildeten die Grundlage, ergänzt um feine Relief- und Rillenstrukturen, die Tiefe erzeugen, ohne die ruhige Gesamtwirkung zu stören.

Pflegeleichtigkeit rückte dabei gleichrangig neben die Optik. Fronten und Arbeitsplatten wurden als aufeinander abgestimmtes Paar gedacht, häufig kombiniert mit Steinoptiken, Keramikflächen und Echtholzelementen. Auch Vitrinen, Sideboards und Lowboards griffen die Materialsprache auf und führten sie in den Wohnbereich weiter. Unterschiedliche Glasvarianten und eingeplante Lichtinszenierungen verbanden Kochen, Essen und Wohnen zu einem durchgehenden Raumkonzept.

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Küchenstile: Minimalistisch und wohnlich

Zwei Gestaltungslinien prägten die diesjährige Küchenmeile und ergänzten sich, statt sich zu widersprechen. Auf der einen Seite stand eine konsequent reduzierte Formensprache: klare Kanten, grifflose Fronten, eine Küche, die sich bewusst zurücknimmt und Raum für das Wesentliche lässt. Auf der anderen Seite setzten viele Hersteller auf wohnliche Konzepte, die die Küche stärker als Lebens- und Rückzugsraum denken mit weicheren Linien, warmen Materialmischungen und Übergängen, die den Koch in den Wohnbereich fließen lassen.

Bemerkenswert war, wie durchlässig beide Richtungen in den Ausstellungen wirkten: Minimalistische Grundstrukturen wurden häufig mit wohnlichen Akzenten kombiniert, etwa offenen Regalelementen, Sitzecken oder Materialbrüchen, die Wärme ins reduzierte Design bringen. Für die Planung bedeutet das vor allem eins: Kundinnen und Kunden müssen sich 2026 nicht zwischen "aufgeräumt" und "gemütlich" entscheiden, denn die neuen Programme zeigen, dass sich beides in einer Küche vereinen lässt.

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Technische Entwicklung + Nachhaltigkeit

Bei den Hausgeräten zeichnet sich ein klarer Trend ab: Nachhaltigkeit wird zunehmend direkt mit neuen technischen Funktionen verknüpft, statt als separates Verkaufsargument daneben zu stehen. Sensorbasierte Programme, die Wasser- und Energieverbrauch automatisch an die jeweilige Beladung oder Nutzung anpassen, intelligente Steuerungen, die den Verbrauch transparent machen, oder Bauweisen, die auf längere Lebensdauer und bessere Reparierbarkeit ausgelegt sind – all das zeigt, dass technischer Fortschritt und Ressourcenschonung längst keine Gegensätze mehr sind.

Für die Küchenplanung gewinnt dieser Zusammenhang an Gewicht: Wer heute ein neues Gerät auswählt, achtet nicht mehr nur auf Ausstattung und Bedienkomfort, sondern zunehmend darauf, wie intelligent ein Gerät mit Ressourcen umgeht. Diese Entwicklung dürfte die Auswahl in den Küchenstudios in den kommenden Jahren spürbar prägen.

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Stauraum, Beschläge und Innenausstattung

Hinter den Fronten lag ein weiterer Schwerpunkt der Messewoche. Neue Schubkastensysteme, sanft gleitende Auszüge und hochwertige Beschläge standen im Mittelpunkt, ergänzt um Organisationssysteme, die Besteck, Vorräte und Kochgeschirr geordnet halten. Ein erstmals gezeigtes Boxsystem aus der Beschlagindustrie kommt erst 2027 in den Markt, war in einzelnen Ausstellungen jedoch bereits zu sehen.

Auffällig waren zudem Lösungen für schwer zugängliche Bereiche: Schranklösungen mit Höhenversatz hinter Taschentüren, massiv gezinkte Holzschubkästen und flexibel teilbare Innenauszüge. Solche Ausstattungen bleiben im Alltag weitgehend unsichtbar und entscheiden dennoch darüber, wie gut sich eine Küche nutzen lässt.

Wasserplatz, Technik und der Weg in die Studios

Der Wasserplatz entwickelte sich zu einem eigenständigen Gestaltungsthema. Spülen, Armaturen und Trinkwassersysteme ließen sich in Material, Farbe und Oberfläche auf das Möbelkonzept abstimmen oder bewusst als Akzent einsetzen. Systeme für gefiltertes, gekühltes und sprudelndes Wasser gelten inzwischen als Wachstumsbereich. Bei den Hausgeräten reichte das Spektrum von dezent integrierten Fronten bis zu Kochfeldern mit neuen Farbvarianten und flexiblen Bedienkonzepten.

Sichtbar wird all das nun in den Ausstellungen: Die während der Messewoche ausgewählten Programme, Fronten, Arbeitsplatten und Geräte ziehen in den kommenden Wochen in die Küchenstudios ein. Ein Beratungstermin im Herbst trifft damit auf eine besonders aktuelle Auswahl an Materialmustern und Ausstellungsküchen.